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1. Mai 2011 7 01 /05 /Mai /2011 09:43

  Juri Gagarin und der Beginn der bemannten Raumfahrt Juri Gagarin und der Beginn der bemannten Raumfahrt

 

 

 

Der erste Mensch im Weltall: Eine sowjetische Briefmarke aus dem Jahr 1964 und mehrere russische Münzen tragen sein Bild; die Stadt Gschatsk, wo er zur Schule ging, und eine Ausbildung als Gießer absolvierte, wurde nach ihm benannt; ein Mondkrater, Straßen, Kindergärten und Forschungs- und Ausbildungsstätten tragen seinen Namen; Er wurde nicht nur in Denkmalen, sondern auch musikalisch und in Filmen verewigt. – Dass Juri Gagarin, der Sohn eines Zimmermanns und einer Kolchosenbäuerin, solchen Ruhm erlangen sollte, war keineswegs abzusehen, als er am 9. März 1934 in Kluschino, 200 km westlich von Moskau, geboren wurde. Nach seiner Ausbildung ging er ans Industrietechnikum in Saratov und machte sein Diplom als Gießereitechniker. Noch während des Studiums legte er 1955 seine erste Flugprüfung ab und schloss sich den sowjetischen Streitkräften an, wo er eine Pilotenausbildung machte, und 1957 zum Leutnant ernannt wurde.

Seine Karriere als Kosmonaut begann 1960; Am 3. März wurde er als möglicher Kandidat ausgewählt und nahm vom 11. März 1960 bis Januar 1961 an einem Trainingsprogramm teil. Dass er aus den zwanzig möglichen Kandidaten für den ersten Raumflug ausgewählt wurde, verdankte er seinem ruhigen Temperament.

Am 12. April 1961 war es soweit: In Tjurtam, Kasachstan, war alles für den Start der Wostok 1 vorbereitet, die um 7:07 Uhr Orszeit abhob, und 11 Minuten später in eine Umlaufbahn um die Erde eintrat. 62 Minuten später wurden die Bremstriebwerke gezündet, und um 8:55 Uhr landete Juri Gagarin in der Nähe von Engels, etwa 1000 km südlich von Moskau. Der erste Raumflug in der Geschichte der Menschheit dauerte 108 Minuten.

In den USA saß der Schock darüber tief, bei diesem prestigeträchtigen Projekt, der Raumfahrt, von den Sowjets überflügelt worden zu sein. Die beiden Nationen befanden sich seit 1955, als Präsident Eisenhower die Entwicklung eines amerikanischen Erdsatelliten in Auftrag gegeben hatte, im Wettbewerb. Eine ähnliche Ankündigung wenige Tage später von russischer Seite wurde zunächst als Propaganda abgetan, doch mit dem Start des ersten russischen Erdsatelliten “Sputnik 1“ am 14. Oktober 1957 war klar geworden, dass es sich um eine ernst zu nehmende Herausforderung handelt.

Der neue amerikanische Präsident Kennedy reagierte wesentlich offensiver auf „Wostok 1“, als sein Vorgänger Eisenhower auf „Sputnik 1“. In einer außerordentlichen Rede zur Lage der Nation am 25. Mai 1961 schwor er sein Land auf das Ziel ein, bis zum Ende des Jahrzehnts Menschen auf den Mond und sicher zur Erde zurück zu bringen.

Die Anstrengungen die gemacht wurden, um dieses Ziel zu erreichen waren enorm: Innerhalb der nächsten drei Jahre wurde der Haushalt der NASA mehr als verdreifacht, in den USA arbeiteten über 200.000 Menschen an der Umsetzung des Plans. Doch zunächst kam es beim ersten Versuch, eine bemannte Raumfähre zu starten, zu einem herben Rückschlag, als am 27. Januar 1967 die Besatzung der „Apollo 1“ bei einem Test auf der Startrampe durch einen Brand ums Leben kam. Die Arbeit wurde jedoch fortgesetzt. Erste Erfolge stellten sich ein, und es fanden Testflüge in einer Umlaufbahn statt, am Heiligabend 1968 umkreiste die „Apollo 8“ erstmals den Mond; die Astronauten William Anders, Jim Lovell und Frank Borman schickten eine Weihnachtsbotschaft aus dem All und lasen aus der biblischen Schöpfungsgeschichte.

Die Mission sollte mit dem Start der "Apollo 11" am 16. Juli 1969 erfüllt werden. Am 20. Juli 1969 landete die Raumfähre auf dem Mond, damit war das von Präsident Kennedy ausgegebene Ziel erreicht.


Die Sowjetunion gab daraufhin den Wettlauf im Weltall verloren und arbeitete nur noch an der Entwicklung von unbemannten Sonden zur Landung auf dem Mond. Der Tod des Chefkonstrukteurs Sergei Pawlowitsch Koroljow dürfte zu dieser Entscheidung beigetragen haben.

Auf Seiten der USA fanden insgesamt sieben Mondflüge statt. Die spektakulärste dürfte die Mission der „Apollo 13“ gewesen sein, als es durch eine Explosion an Bord zum Ausfall der Lebenserhaltungssysteme kam. Die Astronauten konnten gerettet werden. Am 14. Dezember 1972 wurde das Apollo-Programm schließlich ganz eingestellt.
Juri Gagarin und der Beginn der bemannten Raumfahrt
Juri Gagarin hatte die Mondlandung nicht miterlebt. Er war am 27. März 1968 unter ungeklärten Umständen bei einem Übungsflug mit einer MIG-15 UTI tödlich verunglückt.

 

Juri Gagarin und der Beginn der bemannten Raumfahrt

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