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13. November 2011 7 13 /11 /November /2011 13:11

University of Hong KongUniversity of Hong Kong

 

 

Die im Jahre 1887 gegründete University of Hong Kong (HKU) ist die älteste der neun Universitäten in der chinesischen Metropole. Gegründet wurde sie als rein medizinische Hochschule von der London Missionary Society (Londoner Missionsgesellschaft). Daher ist es verständlich, dass es sich um eine englischsprachige Universität handelt. Die einwandfreie Beherrschung der englischen Sprache ist Vorraussetzung für die Zulassung. Nicht-Muttersprachler müssen einen Sprachtest bestehen, bevor sie zum Studium angenommen werden. Einige Vorlesung werden außerdem in kantonesischer Sprache gehalten, allerdings nur für diejenigen Studentinnen und Studenten, die der Sprache mächtig sind und dies möchten.


Heute studieren die mehr als 21.000 Studentinnen und Studenten aus aller Welt nicht nur Medizin - inzwischen gehören der University of Hong Kong neun weitere Fakultäten und 33 Abteilungen ohne Fakultätsstatus an, darunter zum Beispiel Architektur, Kunst und Wirtschaftslehre. Als besonders wichtig empfindet der Lehrstuhl der Universität die Internationalität der Schule. Dies bedeutet nicht nur, dass junge Menschen aus aller Welt nach China kommen, um dort zu studieren, sondern auch, dass die Absolventinnen und Absolventen eines Abschlusses an der HKU darauf vorbereitet sind, ihr gesammeltes Wissen weltweit anzuwenden und international zu arbeiten.

 

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11. November 2011 5 11 /11 /November /2011 11:11

Singapore RiverSingapore River

 

Der Singapore River ist einer von über 90 Flüssen die im Stadtgebiet von Singapur verlaufen. Diese Stadtflüsse und die dazugehörigen Kanäle waren früher die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Besiedelung. Schließlich ging hier alles über die Wasserwege, ja das Leben fand größtenteils auf dem Wasser statt.

Von hier aus entwickelte sich die Stadt im Mittelalter. Chinesen und Malaysier sowie Inder handelten hier mit Waren. Der Fluss war und ist die Lebensader der ganzen Region. Gespeist wird der Fluss durch den Alexandra Kanal. Einst mündete er direkt ins Meer. Dort war auch der frühere Hafen der Stadt. Heutzutage, nach der Sanierung und dem Ausbau, mündet er in den Marina Bay, der praktisch dann den Zugang zum offenen Meer bildet. Da er gleichzeitig eingedämmt wurde, wird sein Wasserreservoir quasi gespeichert und dient mit zur Frischwasserversorgung der Stadt. Der Damm zur Marina Bay ist auch als Marina Barrage bekannt.

 

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10. November 2011 4 10 /11 /November /2011 11:49

Tripitaka Koreana (Palman Daejanggyeong)Tripitaka Koreana (Palman Daejanggyeong)

 

Die in der südkoreanischen Provinz Gyeongsangnam-do gelegene Tripitaka Koreana samt den Lagergebäuden im Haeinsa-Tempel ist mit ihren auf 81.258 Holzdruckstöcken gedruckten 6.000 Bänden wohl einer der imposantesten Bauten der Welt. Aufgrund dieser beeindruckenden Anzahl von Druckstöcken wird sie auch Achtzigtausend Tripitaka genannt. Die Herstellung der Holzdruckstöcke dauerte rund 16 Jahre!

Die 69,6 cm langen, 24 cm breiten und 1,6 cm dicken Druckplatten wurden zwar auf der Insel Kanghwa angefertigt, wurden aber später zum Haeinsa-Tempel verbracht, wo sie bis heute aufbewahrt werden. Die Lagerungsgebäude (auch Changgyong P' Ango genannt) der Tripitaka Koreana sind mit Abstand die ältesten in diesem Tempel. Sie bestehen aus zwei langen Seiten, die im Norden und Süden auf zwei kleinere im Osten und Westen treffen und auf diese Weise ein Rechteck formen. Die im architektonischen Stil der frühen Choson-Dynastie gehaltenen Gebäude sind jedoch nicht nur bekannt für ihre Schönheit, sondern vor allem auch für ihre für diese Zeit sehr fortschrittlichen, technischen und wissenschaftlichen Vorrichtungen zur Erhaltung der Tripitaka Koreana. Dazu gehört zum Beispiel die eigens zu diesem Zwecke konstruierte Lüftungs– und Klimasteuerung zur Vermeidung von zu hoher Luftfeuchtigkeit, die die Holzdruckstöcke des Weltkulturerbes der unesco zerstören könnte.

 

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7. November 2011 1 07 /11 /November /2011 22:02

Xinhai RevolutionXinhai Revolution anno 1911

 

 

 

Die Xinhai Revolution fand 1911 in China statt und bedeutete das Ende der damals herrschenden Qing Dynastie mit Kaiser Pu Yi durch Sun Yat-se und Yuan Shikai. Nachfolgend wurde die Republik China gegründet. Benannt nach dem chinesischen Jahr Xinhai (1911) begann die Revolution am 10. Oktober und endete am 1. Februar 1912 mit der Ausrufung der Republik. Angefangen hat der Sturz der Monarchie durch den bewaffneten Wuchang Aufstand, der am 10. Oktober 1911 in der Provinz Hubei gegen das Kaiserhaus in China gerichtet war und durch die Ausbreitung des republikanischen Aufstandes über die südlichen Provinzen Chinas. Innerhalb der nächsten zwei Monaten erklärten mehr als 15 Provinzen ihre Unabhängigkeit von der Qing Dynastie, woraufhin das Kaiserhaus eine Verfassung ankündigte. Der Stadtbezirk Wuchang in der Provinz Hubei wurde nach dem Beschluss eine modernisierte Armee zu schaffen, die sogenannte „New Army“, der Ort, an dem unter anderem Waffen und andere militärische Ausrüstungen für die neue Armee hergestellt wurden. Bei einer versehntlichen Explosion einer gebauten Bombe wurden Listen von Revolutionären in der „New Army“ entdeckt, doch statt einer Verhaftung folgte eine Revolte. Ursprünglich hatte man nicht mit größeren Auswirkungen der Meutereien gerechnet, jedoch hat sich die Qing-Regierung in den entscheidenden Wochen nach dem 10. Oktober 1911 zurückgezogen und verschaffte den Revolutionären aus den unabhängig gewordenen Provinzen damit Zeit die provisorische Bildung eine Zentralregierung zu planen.

Als Kompromiss zwischen den Revolutionären und dem konservativen Adel wurde Sun Yat-sen am 29. Dezember 1911 in einer Konferenz in Nanjing zum vorläufigen Präsidenten der neuen Regierung gewählt, weil er sowohl geachtet, als auch relativ unbedeutend war, da er sich zur Zeit des Aufstandes in den Vereinigten Staaten aufhielt und keinen direkten Einfluss auf die Revolution hatte. Sobald er von dem Sieg über die Qing Dynastie hörte, brach er seinen Auslandsaufenthalt unmittelbar ab und kehrte nach China zurück.

 

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21. September 2011 3 21 /09 /September /2011 12:44

Hongkong Post Office

Hongkong Post Office

 

Die Post im Stadtstaat Hongkong feierte am 25. August 2011 ihren 170. Geburtstag. Diese wurde 1841, nachdem Hongkong zu einer britischen Kolonie geworden war, gegründet. Da Hongkong bereits lange vor der britischen Besatzung ein wichtiger Handelshafen war, wurden zunehmend die fehlenden Möglichkeiten des Postverkehrs bemängelt. Am 25. August 1841 wurde dann das „Hongkong Post Office“ eingerichtet. Bis 1862 war der Briefverkehr allerdings im Prinzip nur britischen Soldaten und Kaufleuten möglich, die britische Briefmarken verwenden konnten, da bis 1860 die Abteilung der „Royal Mail“ unterstand. Im Jahr 1862 allerdings wurden erstmals Briefmarken für Hongkong eingeführt und das Hongkong Post Office unter Kolonialverwaltung gestellt. Allerdings erhielt Hongkong dadurch keinen eigenen, von England unabhängigen Postverkehr – Briefe an britische Streitkräfte im Ausland wurden mit einem festgelegten Code versehen, um das Zielland zu erreichen, nicht mit der Anschrift eines etwaigen selbstständigen Postamtes in Hongkong. 1877 trat das Hongkong Postal Department der Universal Postal Union (UPU) bei, einer internationalen Organisation zur Regelung des Postrechts und Vereinfachung des internationalen Briefverkehrs. Der Postservice blieb während der ganzen Kolonialzeit und auch während der Weltkriege aufrecht. 1911 wurde das erste „General Post Office“ eingerichtet, 1976 ein neues. Anlässlich des 170. Jubiläums hat die Hongkong Post diese beiden Gebäude auf einer Briefmarke verewigt.

 

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1. September 2011 4 01 /09 /September /2011 15:12

Indiens Metropole Kalkutta, seit 2001 offiziell Kolkata genannt
Indiens Metropole Kalkutta, seit 2001 offiziell Kolkata genannt

 

Indiens Metropole Kalkutta, seit 2001 offiziell Kolkata genannt, zählt mit ihren 15 Millionen Einwohnern zu den größten Städten der Welt. Schätzungen zufolge leben etwa 30 Millionen Menschen in der Stadt, die aus Mangel an Registrierungen, nicht genau erfasst werden können.
Der Name der Stadt leitet sich von Kaikata ab, einem Fischerdorf, das 1495 erstmals von einem Dichter namens Bipradas Pipilai erwähnt wurde. Die Bedeutung des Namens lautet „schwarzes Tor“ oder „Tor der Göttin Kali“. 1690 wurde die Stadt zum Hauptquartier der Kolonie Britisch-Indiens, unter Anführung von Job Charnock, dem Direktor der Kolonie. Er gründete eine Handelsniederlassung am Ufer des Flusses Hooghly, welche mit der Zeit zur Stadt Kalkutta wurde. 1699 erbaute er die erste Festung Fort William, benannt nach dem König Englands und Schottlands, William III. Im Jahre 1757 eroberte der Nawab von Bengalen, Siraj-du-Daula die Stadt und es kam zur Schlacht bei Passey. Die britische Ostindien Kompanie, unter General Robert Clive siegte und setzte dadurch den Grundstein zur britischer Herrschaft in Indien.
1772 wurde Kalkutta zur Hauptstadt der Kolonie Britisch-Indien und zum Handelsmonopol der Briten in Asien. Sie exportierten u.a. Baumwolle, Jutte, Tee, Getreide, Gewürze sowie Opium. 1857 ereignete sich der Sepoyaufstand zwischen Indern und der britischen Kolonialmacht, die zu Gunsten der Engländer ausging. Die Ostindien Kompanie wurde zu Kolonialmacht Britisch Indien. 1876 ernannte man die Königin Victoria von Großbritannien zur Kaiserin von Indien.

 

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25. August 2011 4 25 /08 /August /2011 15:53

Der Tiger hüpft noch immer - die Wirtschaftsentwicklung der Republik Singapur

Die noch recht junge Republik Singapur konnte seit ihrer Gründung durch eine unglaublich florierende Wirtschaft bestechen, um die sie auch heute noch viele westliche Industrieländer beneiden. Nicht umsonst spricht man hier auch vom Tigerstaat, dessen Wirtschaft- wie eben dieses majestätische Tier- zum Sprung ansetzt. Innerhalb kurzer Zeit schaffte der kleine Stadtstaat so den Übergang vom Entwicklungs- zum Industrieland.


Seit seiner Unabhängigkeit 1965 erlebte die Wirtschaft des kleinen Landes einen rapiden Aufschwung. So konnte man in den Jahren von 1965 bis 1997 ein durchscnittliches Wirtschaftswachstum von 8,6 Prozent im Jahr verzeichnen. Von '97 bis '98 folgte eine regionale Finanz- und Wirtschaftskrise. Nachdem diese erst einmal überstanden war, stand die Aufrechterhaltung des rekordverdächtigen Wirtschaftswachstums der vergangenen 33 Jahre als Ziel der nationalen Wirtschaft fest. Da Singapur ein sehr kleines Land ist, verfügt es über keine nennenswerte natürlichen Ressourcen. Der regelrechte Wirtschaftsboom stellt in sofern ein Problem dar, dass es dadurch zu Arbeitsplatzengpässen bei steigenden Lebenserhaltungskosten kam, womit Singapur den Kostenvorteil durch billige Arbeitskräfte gegenüber anderen Ländern Ostasiens einbüßen musste. Seitdem setzt man auf die Produktion hochwertiger Waren bzw. Dienstleistungen mit höherem Mehrwert aus dem Bereich der Elektronik, Biomedizin und Chemie, statt weiterhin arbeitsintensive Artikel herzustellen- es galt, in der Wertschöpfungskette aufzusteigen. So war es möglich, innerhalb der letzten 10 Jahre noch einmal das Bruttoinlandsprodukt von 163 Milliarden S$ (Singapur Dollar) im Jahr 2000 auf 304 Milliarden S$ im Jahr 2010 zu verdoppeln.


Heute kann Singapur eine der weltweit liberalsten und meist privatisiertesten Volkswirtschaften vorweisen. Nach dem "Global Financial Centres Index" (Index globaler Finanzzentren) zählt es zu den bedeutendsten Finanzplätzen des Globus und kann sich aufgrund seiner starken Wettbewerbsfähigkeit als "Global Leader" bezeichnen. Der Hafen Singapurs gilt als Musterbeispiel einer modernen Hafenanlage und ist der weltweit größte Umschlagplatz für Handelsgüter. Bausteine für eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft sind gesetzt und man kann annehmen, dass Singapur auch in den kommenden Jahren ein rekordverdächtiges Wirtschaftswachstum vorweisen kann.

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23. August 2011 2 23 /08 /August /2011 07:08

Dunhuang shikuDunhuang shiku


Die Dunhuang- Grotten liegen in China. Sie befinden sich in der Provinz Gansu, südöstlich von Dunhuang. Diese Grotten wurden in der frühen Qin-Dynastie im zweiten Jahr von Jianyuans Regierungsperiode gebaut, oder nach westlicher Zeitrechnung im Jahre 366 nach Christus. An diesem Ort wurden zahlreiche Buddhagrotten gebaut, allein bis zur Tang-Dynastien waren es über 1000 Buddhagrotten. Von diesen vielen Grotten sind noch etwa 492 Grotten erhalten geblieben. Diese verfügen etwa über 50.000 Quadratmeter Wandmalereien und fast 2500 Buddhastatuen. Um zu verdeutlichen, wie groß die Wandmalereien sind, kann man sich vorstellen, dass alle Wandmalereien verbunden werden. Diese verbundenen Wandmalereien würden eine Malereigalerie bilden, die über 25 Kilometer lang wäre.

Die Dunhuang- Grotten gelten weltweit als die Grotten, die die meisten Wandbilder besitzen. Die Buddhastatuen befinden sich meist in Gruppen oder allein. Sie sind durchweg farbig und aus Lehm gefertigt. Dargestellt werden mit diesen Statuen lebendige Gestalten oder mannigfaltige Posituren. Auch die Größe der Statuen ist breit gefächert, so ist die kleinste Statue nur 10 cm, die höchste Statue aber 33 Meter groß.

 

Der Name Dunhuang- Grotten ist, wie oben erwähnt ein Sammelbegriff für viele verschiedene Grotten, die alle noch einmal extra Namen besitzen. Die bekanntesten Grotten sind hierbei die Mogao-Grotten und die Xi Qian Fo dong, was übersetzt „Westliche Tausend-Buddha-Höhlen“ bedeutet.

 

Die Dunhuang- Grotten gelten als die weltweit größte erhaltene künstlerische buddhistische Schatzkammer. Deshalb wurden die Mogao-Grotten auch 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

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15. August 2011 1 15 /08 /August /2011 16:42

Eulen – Morphologie, Lebensraum und Beute

Eule - Taiwan ROC

 

Eulen – Morphologie, Lebensraum und Beute

Im Vergleich mit anderen Vögeln weisen Eulen ein sehr spezielles Erscheinungsbild auf. Als deutliches Abgrenzungskriterium kann der große, runde Kopf herangezogen werden. Ebenfalls auffällig sind die nach vorn gerichteten Augen, der Gesichtsschleier und der Hakenschnabel. Außerdem wirkt ihr Körper im Gegensatz zu anderen Vögeln gedrungener. Die Ordnung der Eulen wird in zwei Familien unterteilt. Dies sind die Schleiereulen (Tytonidae) und die Eigentlichen Eulen (Strigidae). Letztere ist deutlich artenreicher und im morphologischer Hinsicht sehr variabel.

 

 

Auf folgender Seite werden vier Arten, die alle den eigentlichen Eulen angehören, vorgestellt.

 

Eulen Taiwan: Asio otus, Strix aluco, Glaucidium brodiei, Otus sunia.

 

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5. August 2011 5 05 /08 /August /2011 12:58

100 Jahre zivile Luftfahrt in Malaysia100 Jahre zivile Luftfahrt in Malaysia

 

Stellen Sie sich vor, Sie lebten im Malaysia des frühen 20. Jahrhunderts. Es muss ein ziemlich außergewöhnliches Ereignis gewesen sein, als im Jahr 1911 ein Flugzeug auf einer Rennstrecke in Kuala Lumpur landete, für die meisten das wohl erste echte Flugzeug, das sie jemals zu sehen bekamen. Ein gewisser G.P. Fuller landete damals mit seinem Antoinette Eindecker auf der Rennstrecke in Jalan Ampang, Kuala Lumpur, der erste aufgezeichnete Flug in der Geschichte des Landes.
Vor genau 100 Jahren begann damit die Geschichte der Luftfahrt in Malaysia. Ein ganzes Jahrhundert also, auf das die malaysische Luftfahrt mit Stolz zurückblicken kann. Die Bandbreite an Veränderungen und Errungenschaften ist kaum zu unterschätzen. Kleine Kostprobe: Allein im letzten Jahr stiegen die Passagierzahlen an allen Flughäfen Malaysias um satte 12%!
Das erste Zentrum der Luftfahrt des Landes war Alor Setar, als KLM dort in den späten 20er Jahren alle 14 Tage Linienflüge einrichtete. Wenig überraschend waren es die Briten, die im Jahr 1929 die Start- und Landebahnen von Alor Setar und Taiping bauten. Am 10. Mai 1929 wurde in Kuala Lumpur der Malayan Aeroplane Club gegründet - die Grundsteinlegung der kommerziellen Luftfahrt in der malaysischen Hauptstadt. Der Club wurde später in Kuala Lumpur Flying Club umbenannt.


Der Sungai Besi Airport in Kuala Lumpur wurde zum ersten internationalen Flughafen des Landes, als 1956 von dort aus der erste Flug nach Europa startete. Nur 9 Jahre später wurde in Sepang der Kuala Lumpur International Airport eröffnet, heute einer der größten und modernsten Flughäfen der Welt. Überhaupt gibt es in der malaysischen Luftfahrt heute einiges, worauf das Land stolz sein kann: Es hat seine eigenen, äußerst fähigen Piloten und Flugakademien, die am schnellsten wachsende Billigfluggesellschaft der Welt, Air Asia, und traumhafte Wachstumsraten bei den Passagierzahlen an den Flughäfen des Landes. Doch das ist längst nicht alles!
Malaysia ist der wichtigste Knotenpunkt der kommerziellen Luftfahrt in Südostasien und ist daher einer der weltgrößten Anbieter in der Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsbranche. In diesem Bereich sind mehr als 136 Unternehmen tätig, davon 40 aus dem lokalen Umfeld.
Das Land tut außerdem sein bestes, um anderen mit seinem Fachwissen zu helfen. So wurden seit 1984 mehr als 500 Fluglotsen aus mehr als 50 Entwicklungsländern in der Malaysia Aviation Academy ausgebildet, die momentan kurz davor steht, von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO als offizielle Zivilluftfahrtakademie akkreditiert zu werden. Malaysias hervorragende Statistiken im Bereich der Luftfahrtsicherheit haben dazu geführt, dass das Land seit 2007 gewähltes Mitglied in eben jener UN-Organisation ist. Dort repräsentiert es auch anderen Staaten Südostasiens. Der letzte größere Flugzeugunfall liegt in der Tat schon fast 16 Jahre zurück. Damals, am 15. September 1995, starben 49 Passagiere einer Fokker-50, die auf dem Tawau Aiport in Sabah ein Bruchlandung machte. Seit damals hat das Land mehr als acht Millionen sichere Starts abgefertigt und wurde von der amerikanischen Luftfahrtorganisation FAA mit dem Sicherheitszertifikat der Klasse 1 ausgestattet.


Obwohl die Anschläge des 11. September 2001 und globale Pandemien wie SARS und H1N1 in den letzten Jahren die weltweite Luftfahrtindustrie immer wieder stark beeinträchtigten, war Malaysia stets gut aufgestellt und bewältigte solche Krisen mit Bravour. Die neueste Herausforderung der Luftfahrt besteht in der Umweltproblematik von Flugreisen im Allgemeinen. Hier hat sich Malaysia dazu verpflichtet, die strategischen Ziele der ICAO zur Reduktion von Treibhausgasen im Luftverkehr umzusetzen und ist ein Vorreiter im Bereich der innovativen Umwelttechnologien.

 

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