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Fürstentum Liechtenstein
Balzers ist die südlichste Gemeinde in Liechtenstein mit 4'450 Einwohnern. Der Ort wurde 842 erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Gemeinde Balzers ist in ihren Grundzügen mit der des Landes Liechtenstein identisch. Auf Grund der ausgegrabenen Kulturgegenstände ist für das Gemeindegebiet der Beweis einer Besiedlungskontinuität von der Jungsteinzeit an (etwa 3000 v. Chr.) bis zum heutigen Tag erbracht worden.
Die 1934 am Südfuß des Burghügels Gutenberg gemachten Funde belegen Balzers als südlichste Fundstelle der „Rössener Kultur“. Die „frühe“ und die „späte Bronzezeit“ sind in ebenfalls am Gutenberg gefundenen Gefäßresten fassbar. Von großer kunstgeschichtlicher Bedeutung sind aber die am Hügelfuß ausgegrabenen Bronzefiguren (Mars von Gutenberg, Eber, Hirsch, Fruchtbarkeitsfiguren). Im Nordteil des Dorfes fand man 1933 und 1967 Fundamente römischer Bauten, ebenso am Gutenberg. Sechzig römische Münzen (aus der Zeit von 46-42 v. Chr.) weisen die „Römerzeit“ ebenfalls nach.
Das Dorf zerfiel früher klarer als heute in die beiden Teile Balzers und Mäls, wovon das rätische Mäls der ältere Teil ist. Während „Meilis“, wie Mäls im Rätischen Urbar heißt, etymologisch bisher noch nicht gedeutet werden konnte, kann der Name Balzers (Palazoles) in Zusammenhang mit dem lateinischen „palatium“ (Herrenhof, Pfalz) gebracht werden.
(Quelle: Wikipedia)