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Vor 150 Jahren in Geisenheim im Rheingau geboren, kam Werthmann schon während seiner Studienjahre in Rom, wo er 1883 auch zum Priester geweiht wurde, mit sozialen Belangen in Berührung. Von Rom aus ging er 1884 zurück nach Deutschland. In Freiburg engagierte sich Werthmann als Mitglied im Verein „Arbeiterwohl“ und im Vincentiusverein. Er beschäftigte sich mit sozialen Fragen und besuchte Vorlesungen an der Universität. In dieser Zeit traf Werthmann auch auf die Personen aus dem katholischen Verbändewesen, die seine Vorstellungen von Bündelung der vielen sozialen Hilfsangebote im katholischen Bereich in einem Zentralverband teilten. Am 9. November 1897 rief Werthmann – mitgetragen von Gleichgesinnten – auf dem zweiten Caritastag in Köln zur Gründung des Caritasverbandes auf.
23 Jahre lang leitete Prälat Dr. Lorenz Werthmann den „Charitasverband für das katholische Deutschland“, wie der Verband ursprünglich hieß. Noch vor Vollendung seines 63. Lebensjahres starb Werthmann in Freiburg.